Unterwaldner, unser Magazin

stimmen und Schnee gebraucht wird, laufen die technischen Anlagen. Die geplante Bergstation mit Wikkelhouse Village integriert ausdrücklich eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Bergstation. Die BBE AG arbeitet aktiv an der Reduktion des eigenen ökologischen Fussabdrucks. Wann beginnt der Bau – und was passiert, wenn die Baubewilligung nicht kommt? Walti Odermatt: Das Baugesuch soll im Frühsommer 2026 eingereicht werden. Die Finanzierungssicherung läuft bereits. Mit der Baubewilligung rechnen wir bis Ende 2026. Baubeginn der ersten Bauarbeiten wäre ab Frühling 2027 angedacht. Das Leitungsnetz könnte ab Frühling 2028 gebaut werden. Wir rechnen mit zwei bis drei Jahren Bauzeit. Das Bewilligungsverfahren läuft parallel zur Finanzierungssicherung. Sollte sich die Bewilligung verzögern, verschiebt sich der Baubeginn entsprechend. Das Projekt ist so strukturiert, dass keine Investitionen getätigt werden, bevor die Baubewilligung und die Finanzierung gesichert sind. Warum braucht es auch noch einen neuen Sessellift für CHF 10.5 Millionen? Walti Odermatt: Der bestehende Skilift Twäregg – die einzige Verbindung zwischen Stockhütte und Klewenalp – entspricht nicht mehr den heutigen Komfort- und Förderleistungsansprüchen. Ohne diese Verbindung ist das Skigebiet in zwei getrennte Bereiche geteilt, was die Attraktivität massiv reduziert. Ein 4er-Sessellift mit 1400 Personen pro Stunde verbindet die beiden Teilgebiete zuverlässig, entlastet die Pendelbahn Beckenried, stärkt das Wintergebiet Stockhütte und schafft die Grundlage für eine Ganzjahresnutzung (Biker, Wanderer). Wenn der Sessellift kommt, wird die Pendelbahn Beckenried überflüssig? Walti Odermatt: Nein, im Gegenteil. Die Pendelbahn Beckenried bleibt das zentrale Zubringersystem ab dem Tal. Der neue Sessellift entlastet die Pendelbahn vielmehr, weil er die Skifahrer und Wandernden zwischen Stockhütte und Klewenalp direkt befördert – ohne Umweg über die Talstation. Das verkürzt Wartezeiten, verteilt die Frequenzen besser und erhöht den Komfort für alle Gäste. Pendelbahn und Sessellift ergänzen sich, sie konkurrieren nicht. Millionen für einen einzigen Sessellift – ist das nicht übertrieben? Alfed Bossard: Die Investitionssumme entspricht den heutigen Marktpreisen für einen modernen 4er-Sessellift mit der erforderlichen Förderleistung. Vergleichbare Anlagen in der Zentralschweiz bewegen sich in derselben Grössenordnung. Enthalten sind Bergstation, Talstation, Antrieb, Sicherheits- und Steuerungstechnik sowie die nötigen Anpassungen am Trasse. Die Anlage hat eine Lebensdauer von über 30 Jahren – die Konzession läuft bis 2058. Auf diesen Zeithorizont gerechnet, ist die Investition wirtschaftlich gut tragbar. Der bestehende Skilift liegt im Moorgebiet – ist der neue Sessellift dort überhaupt bewilligungsfähig? Walti Odermatt: Genau, weil das bestehende Trasse problematisch ist, wurde für den neuen Sessellift eine optimierte Linienführung (Stockhütte-Twäregg-Ängi) gewählt, die das Moorgebiet so weit wie möglich umgeht oder nur überspannt. Die Stützenstandorte werden in Abstimmung mit der Fachstelle für Natur- und Landschaftsschutz des Kantons Nidwalden festgelegt. Eine Sesselbahn ist gegenüber einem Skilift ökologisch vorteilhafter, da sie weniger Bodenkontakt hat. Das Projekt wurde den zuständigen Stellen präsentiert und das grundsätzliche Verständnis für die Notwendigkeit wurde anerkannt. Wann wird der Sessellift gebaut, und ist das Skigebiet während der Bauzeit eingeschränkt? Walti Odermatt: Die Realisierung erfolgt parallel zur technischen Beschneiung. Mit der Baubewilligung rechnen wir bis Mitte 2027, der Baubeginn wäre Mitte 2028 vorgesehen. Die Bauarbeiten werden so geplant, dass die Wintersaison so wenig wie möglich beeinträchtigt wird – der Hauptteil der Arbeiten findet in den Sommer- und Herbstmonaten statt. Während der Bauphase bleibt die bestehende Verbindung in Betrieb, bis der neue Sessellift in Betrieb genommen werden kann. Fortsetzung: Die BBE AG macht sich fit für die Zukunft Reportage

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