Unterwaldner, unser Magazin

Kritische Fragen – klare Antworten Die beiden Verwaltungsratsmitglieder Walti Odermatt (Bauingenieur und Projektleiter Technische Beschneiung) und Alfred Bossard (Finanzspezialist) beantworten kritische Fragen verständlich: Investieren Sie wissentlich in eine sterbende Industrie? In 20 Jahren liegt hier doch gar kein Schnee mehr. Walti Odermatt: Diese Aussage ist wissenschaftlich nicht korrekt. Das Skigebiet der Klewenalp liegt auf 1600–2000 Meter über Meer. Klimastudien (MeteoSchweiz, OECD) zeigen, dass Skigebiete auf dieser Höhe bis mindestens 2050 wirtschaftlich betrieben werden können – vorausgesetzt, sie verfügen über technische Beschneiung. Genau das planen wir. Ohne Beschneiung werden wir in schneearmen Wintern grosse Ausfälle haben. Mit Beschneiung sind wir für die nächsten 25 bis 30 Jahre wetterfest aufgestellt. Die BBE AG musste in der jüngeren Vergangenheit wiederholt wegen Schneemangels Teile des Gebiets schliessen. Zeigt das nicht, dass das Gebiet grundsätzlich zu tief liegt? Walti Odermatt: Schneemangel ist ein reales und quantifizierbares Risiko, die technische Beschneiung ist die Antwort auf dieses Risiko. Im Winter 2022/23 war das ganze Gebiet fünf Wochen und 2025/26 die Stockhütte für drei Wochen geschlossen. In diesen Zeiten brechen die Erträge massiv ein. Das ist der Grund, warum wir investieren. Die meteorologische Grundlage ist vorhanden: Die nötigen Kältebedingungen zu Saisonbeginn für eine 3-tägige Einschneiung (so lange brauchen wir) der geplanten 200 000 Quadratmeter waren in den letzten 20 Jahren immer gegeben, auch heute noch. Das Schneedepot hält auch bei wärmeren Phasen, denn der technische Schnee ist robuster. Zudem: Wir beschneien die Hauptpisten auf der Klewenalp auf 1600 Meter und höher – nicht das Tal. Wie gross ist der konkrete Schaden in einem schneearmen Winter? Alfred Bossard: 2022/23, als das ganze Gebiet fünf Wochen wegen Schneemangel geschlossen war, fiel der Winterumsatz von CHF 4.1 Mio. (Vorjahr) auf CHF 3.0 Mio. – ein Einbruch von über CHF 1 Million. 2025/26 musste die Stockhütte drei Wochen wegen Schneemangel schliessen, mit dem Resultat, dass wir rund eine halbe Million Franken weniger Umsatz und 25 000 Ersteintritte weniger generiert haben. Skifahren ist ein Auslaufmodell. Warum investieren Sie nicht lieber in Sommerangebote? Walti Odermatt: Wir investieren auch in Sommerangebote! Das neue und attraktive Übernachtungsangebot und dem neuen Restaurant des Investors Christoph Schoop ist ein Ganzjahresprojekt. Das Wandern, Mountainbiking und die Familienerlebnisse auf der Klewenalp werden gezielt ausgebaut. Aber: 65 Prozent des Jahresumsatzes Fortsetzung: Die BBE AG macht sich fit für die Zukunft Walti Odermatt Alfred Bossard Reportage

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