Forum Heute zum Thema: Baumeisterverband Unterwalden Mehrere Grossprojekte in der Pipeline Die Baumeister aus Ob- und Nidwalden dürfen auf ein solides Jahr zurückblicken. Und laut den Baudirektoren der beiden Kantone gibt es sogar Grund zur Annahme, dass die Bautätigkeit in den nächsten Jahren wieder zunehmen wird. Das Jahr 2025 sei ein «Jahr der Konsolidierung nach einer ausgeprägten Hochphase» gewesen, resümierte Matthias von Ah, Präsident des Baumeisterverbandes Unterwalden (BVUW), anlässlich der 83. GV im Restaurant Bahnhof in Giswil. Erfreulicherweise sei die Auslastung seitens der Baumeister aus Ob- und Nidwalden weiterhin recht hoch. Das vergangene Jahr habe aber auch gezeigt, dass man gemeinsam viel bewegen könne. Damit sprach von Ah auf die anspruchsvollen Verhandlungen um den Landesmantelvertrag an, auf die Nachwuchsarbeit oder die Weiterentwicklung der eigenen Dienstleistungen. Gleichzeitig spüre er einen starken Willen – auf den Baustellen, in den Gremien wie auch im politischen Dialog – die Branche aktiv zu gestalten. Bedeutende Projekte in Planung Gute Kunde in Form von wichtigen Bauvorhaben überbrachten die Regierungsräte Therese RotzerMathyer und Josef Hess. Die Nidwaldner Baudirektorin verwies unter anderem auf den Ersatzneubau der Dreifachsporthalle bei der kantonalen Mittelschule in Stans, wobei das Volk am 14. Juni 2026 über den Objektkredit abstimmt. Ein anderes Grossprojekt ist die Entlastungsstrasse Stans-West, zu der aktuell zwei Vorprojekte als Grundlage für die politische Debatte vorliegen. Hinzu kommen einige bedeutende Strassenausbauprojekte gemäss Agglomerationsprogramm, über das der Bundesrat im ersten Quartal 2027 entscheidet. Josef Hess, Vorsteher des Bau- und Raumentwicklungsdepartements Obwalden, erläuterte einige Veränderungen im neuen Planungs- und Baugesetz (PBG), das am 1. März 2026 in Kraft trat. Zurzeit seien die sieben Gemeinden daran, ihre Bau- und Zonenordnung entsprechend anzupassen. Bei einem Blick in die nahe Zukunft sticht im Hochbau die Entwicklung des Areals Foribach in Sarnen (u.a. Sanierung und Erweiterung des Polizei- und Verwaltungsgebäudes) heraus. Im Tiefbau sind es der Autobahn-Vollanschluss Alpnach Süd, der nun endlich umgesetzt werden kann, und der Tunnel Kaiserstuhl, bei dem im Juni der Durchschlag des Haupttunnels erfolgen dürfte. Subunternehmer prüfen An der GV konnte der Verband folgende Neumitglieder aufnehmen: Tobe GmbH, Ennetmoos (und Zweigniederlassung Wolfenschiessen); Jules Steiger AG, Zweigniederlassung Stansstad; Arnold Feierabend AG, Engelberg (und Zweigniederlassung Wolfenschiessen); 2 D-Bau AG, Beckenried; Rohrer Bauwerke GmbH, Sachseln. Anschliessend zeigte BVUWGeschäftsführer Kurt A. Zurfluh den Mitgliedern auf, warum es sich lohnt, seine Subunternehmer vor der Auftragserteilung genau unter die Lupe zu nehmen, und wie sie dies am besten tun können. Nach dem Grusswort von Giswils Gemeindepräsident Beat von Wyl erklärte Lukas Oesch, Leiter Politik und Kommunikation beim Schweizerischen Baumeisterverband (SBV), wie der Dachverband künftig den Wohnungsbau ankurbeln will. Die vier tragenden Säulen: Verfahren beschleunigen, Baurecht deregulieren, Einsprachen reduzieren und Raumplanungsgesetz weiterentwickeln. DANIEL SCHWAB
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